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Freitag, 21. Juli 2017
11.07.2017 09:58 Alter: 10 Tage

Nachlese: Midnight Sun Marathon in Tromsö, am Samstag, 17.06.2017

Kategorie: Leichtathletik
Von: Klaus Hölderich

Marlon mit seinen beiden Medaillen

Wenn man am längsten Tag eines Jahres Geburtstag hat und schon einige Marathonstrecken dieser Welt absolvierte, dann bleibt als besonderes Lauf-Highlight der Midnight Sun Marathon in Tromsö übrig. …und wenn dann die Feiertage noch so spät fallen wie in 2017, dann gestaltet man halt einen Familienlaufausflug.

Sie wissen nicht, wo Tromsö liegt? Es ist die größte Stadt nördlich des Polarkreises im Norden von Norwegen. Es beheimatet auch die nördlichste Bierbrauerei der Welt, wenn ein Nichtläufer einen Grund für eine Reise nach Tromsö sucht. Auch die Schiffe der Hurtigrute machen hier halt. Die Landschaft mit ihren zahlreichen Fjorden ist einfach nur traumhaft.

Der Start zum Marathon erfolgt um 20:30 Uhr. Dies ist überhaupt kein Problem, denn zu dieser Jahreszeit geht die Sonne in Nordnorwegen nicht unter. Stirnlampen werden also nicht benötigt.

Die erste Streckenhälfte des Marathons verläuft weitgehend flach und bietet immer wieder Blicke auf Tromsö. U.a. geht es über die weitspannende Brücke von der Insel Tromsö zum Festland und wieder zurück. Die Strecke ist kupiert und zählt über 300 Höhenmeter, allein beim Brückenaufstieg rund 50m. In der zweiten Streckenhälfte kam Nieselregen auf. Dies machte unserer erfahrenen Judith Baumann überhaupt nichts aus. Sie spulte hier die Kilometer sehr gleichmäßig ab. Letztendlich erreichte sie das Ziel in der guten Zeit von 4:19:10 Stunden, was Platz 14 (von 29 Finisherinnen) in ihrer Altersklasse W45 bedeutete. Nachträglich von dieser Stelle noch alles Gute zum Geburtstag und noch viele Laufkilometer bei bester Gesundheit!

Ihr 8jähriger Sohn Marlon durfte sie auf dieser Laufreise begleiten. Dies nutzte er gleich doppelt. Zunächst lief er die 1.000m Schülerstrecke und danach den Mini-Marathon mit 4,2km. Für die 4,2km benötigte er nur 22:19 Minuten! Seinen Vater, Bremsläufer und Dolmetscher Frank konnte er auf den letzten Metern noch distanzieren. Eine tolle Leistung! …und das Schülertraining unserer Siwa Seeber hat hier sicherlich einen großen Anteil. Überglücklich mit seinen zwei Medaillen zeigte er sich den mitgereisten Fotografen.

Und wer im Anfang Januar Geburtstag hat, kann sich den Halbmarathon in der Polarnacht mit Kälte, Dunkelheit und Schnee in Tromsö gönnen.